zwei RADONauten im Urwald

2013-09-11 14.18.24Vor ein paar Tagen, bekam ich eine Email, in der sich ein mir unbekannter Thorsten, sich für die von uns eingestellte Tour über die Sophienhöhe bedanken wollte. Als kleines Dankeschön hat er mir direkt seine favorisierte Tour aus seiner Heimat zugeschickt. Diese sollte durch den Birgeler Urwald und dem Meinweg National Park gehen. Vom Namen her schon sehr interessant. Also dachte ich mir Frage ich mal Ben, ob er noch Lust auf eine unbekannte Tour hat, bevor er als Mountainbike Guide nach Mallorca fliegt. Dies wollte er sich auch nicht entgehen lassen und wir machten, trotz der Wetterlage, den heutigen Mittwoch aus.

IMG-20130911-WA0025Am Mittwoch Morgen, immer mit sorgenreichen Blick Richtung Himmel auf die doch vielen dunklen Wolken, bereitete ich mich für alle Eventualitäten vor. Zum ersten mal wurde eine lange Hose und ein Herbsttrikot angezogen. Die Regenjacke sollte heute auch mit. Ich rechnete mit einer sehr nassen und matschigen Tour. Ben sammelte mich ein und so ging es zum Startpunkt der Tour, nach Birgelen. Thorsten schrieb mir, dass sie immer vom Hotel Rosenhof aus starten. Dieses wurde auch schnell gefunden, allerdings waren wir uns nicht sicher, ob es sich hier um Privatparkplätze handelt. Ein paar Meter Richtung Wald haben wir dann aber schließlich einen Stellplatz für das Auto am Wegesrand gefunden. Der Himmel über Birgelen sah aber gar nicht mehr so bedrohlich aus. Man konnte hier und da einen Fleck blauem Himmel erspähen.

IMG-20130911-WA0017Unsere Radon Slide ausgepackt, aufgesattelt und schon ging es los. Nach einem kleinen Stück Waldautobahn ging es auch sofort über kleine Trails und rutschigen Wurzeln durch den Birgeler Urwald. Und der Name kommt auch nicht von ungefähr. Durch die engen Trails, die rechts und links von Bäumen und Farne flankiert wurden, hätte man wirklich denken können man wäre im Urwald. Auf den ersten Kilometern machte mir auch das GPS etwas zu schaffen, da es öfter hängen blieb. Aber so führte ich uns durch den dicht bewachsenen Wald.

Wir überquerten kleine Bäche mit kleinen Brücken und durch den Regen der letzten Tage waren die Wurzeln und Äste auf unserem Weg doch sehr glatt. Aber als dann plötzlich vor uns eine 2013-09-11 12.32.40langezogene Bretterbrücke durch die Wiese führte bekam das Wort glatt für uns eine neue Bedeutung. Vorderrad angehoben um auf die Brücke zu fahren und meine warnenen Worte vor den Brettern konnten meinen Mund nicht mehr verlassen, da sich sofort mein Vorderrad zur Seite verabschiedete und ich Kontakt mit der Brücke suchte. Keine Sekunde später hatte auch Ben keine Chance und legte sich zu mir. Sehr nett der Ben.  Zum Glück ist weiter nichts passiert und wir konnten unsere Tour fortführen.

IMG-20130911-WA0019Dies sollte aber nicht der einzige Sturz für den heutigen Tag sein. Nach einer kurzen Abfahrt fuhren wir auf eine Gabelung zu. Ein kurzer Blick auf das Garmin und ich übersah eine Wurzel. Schneller als ich reagieren konnte lag ich schon wieder auf dem Waldboden. Kurz geschüttelt, nichts passiert. So stand es dann 2:1 für mich. Aber Ben wollte mir den Sieg irgendwie nicht gönnen. Kurze Zeit später als er mal die Führung übernahm, übersah er einen umgefallen Baum und blieb mit seinem linken Arm am Baumstamm hängen. Mal wieder wurde getestet ob der Waldboden auch weich genug für Stürze ist. Dies war dann der Ausgleich zum 2:2.

Nach dem Birgeler Urwald ging es dann in die Niederlande in den Meinweg National Park. Mittlerweile lies sich auch die Sonne blicken. Perfektes Wetter für eine Bike Tour. Im National Park führte uns der Weg meinst geradeaus über sandige Waldautobahnen. Kurze Zeit hatten wir das Gefühl die Nordsee würde hinter der nächste Kurve auf uns warten.  Damit es uns aber nicht langweilig wurde, waren die langen, gerade Waldautobahnen hier und da mit engen, teils kniffligen Trails gespickt.

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Wo geht’s lang?

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Hier war es etwas glatt … aber bei mir ist alles okay …

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… Ben kann nach dem Sturz auch wieder lachen.

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Die Sonne zeigte sich heute dann doch öfter als gedacht.

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Ben immer gut gelaunt.

Es war wirklich eine wunderschöne Tour, zum Fahren und auch fürs Auge. Die Tour wird bestimmt noch mal wiederholt. Und natürlich möchten wir, ich denke ich spreche auch im Namen vom Ben, dem mir unbekannten Thorsten danken für dieses Erlebnis.

Stefan

Ein Kommentar zu “zwei RADONauten im Urwald

  1. Thorsten sagt:

    Gerne geschehen. Ich habe heute Abend das ganze noch in Nass und zum Schluss auch noch mit Kopflampe gemacht, aber zum Glück ohne Sturz!
    Gruß Thorsten

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