Tour de Roer (Rur)

Am Montag morgen gabelte mich Wolfgang zu Hause auf um die Reise ins Hohe Venn anzutreten. Wir hatten uns vorgenommen, nahe der Rurquelle eine Tages-Tour entlang der Rur bis zurück nach Düren zu fahren.

Die Rur entspringt im Naturpark Hohes Venn an der Botrange bei Sourbrodt in Belgien auf 660 m ü. NN. Nach etwa 15 km Flusslauf erreicht sie südlich von Monschau die deutsche Grenze und durchquert den Nationalpark Eifel. Am Flusskilometer 39 erreicht das Wasser der Rur den Rurstausee, den volumenmäßig zweitgrößten Stausee Deutschlands.

Wolfgang entwickelte die Idee zur Tour vor ca 2 Wochen. Ja , da wo das Wetter noch schön war.

Am Morgen stimmten wir noch gemeinsam unsere Kleiderordnung ab. Wir rechneten mit Temperaturen um die 10Grad und mit leichten Nieselregen hier und da.
Schon auf der Anfahrt lehrte uns das Wetter anderes. Es begann mit Regen der in Schneeregen über ging. Dieser wiederum wechselte kurz vor dem Startpunkt in eine Schneeschauer. Ja, Schnee! Und das zum Frühlingsanfang.

Wir starteten unsere Tour bei genau 0,3Grad plus. Für den ersten Kilometer benötigten wir ca 15 Minuten. Es musste zum Schutz vor Spritzwasser die Regenkleidung angezogen werden. 

Erst ging es durch dichten Wald Richtung Flusslauf. Wir befuhren vom belgischen Ort Sourbrodt bis ungefähr zur deutschen Ortschaft Kalterherberg den Radweg „Venn Bahn“ entlang der alten Bahnlinie, die teilweise durch das Moor führt. Von dort an ging es auf den gut ausgebauten und beschilderten „Rur Ufer Radweg“ parallel entlang des Flusses bis Monschau.

In der wunderschönen Altstadt von Monschau suchten wir zur Stärkung ein Lokal auf um dort das Tagesmenü mit Vor- und Nachspeise zu genießen. Die Mahlzeit war recht sättigend und so verzichtete ich freiwillig auf das leckere Eis und entschied mich für eine Tasse Cappuccino. Lecker Kuchen gibt es da auch.

Nach dem Essen ging es bei einer leichten Schauer weiter entlang der Rur Richtung Rursee. Leider waren die Wege zunächst recht aufgeweicht und matschig. Und zu Wolly’s Entsetzen ging es sogar hier und da auch mal bergauf. Tss, und das wo man doch den Fluss „stromabwärts“ radelt.

Die Landschaft auf den ersten 30Km war schon mal sehr schön und abwechslungsreich.
Auf dem Weg Richtung Einruhr am Rursee konnte ich hier und da die Streckenführung des MTB-Marathon am Rursee wieder erkennen. Von dort aus ging es auf der linken Seite des sogenannten Obersees des Rursees in Richtung Rurberg. In Rurberg wechselten wir schließlich die Seiten und blickten nun nach Links runter auf den Rursee. Hier überraschte uns auch ein Sonnenschein, der leider im Wald durch eine Regenschauer mit Graupel abgelöst wurde.

Die Seeumfahrung spukte uns ziemlich genau an der Staumauer wieder aus. Von dort ging es durch das neu angelegte Feriendorf „Eifeler Tor“ hinab zum alten Wasserkraftwerk. Entlang des „Untersees“ führte uns der Weg nach Heimbach.

An der hiesigen Tankstelle wärmten wir uns mit einem leckeren Kaffee auf.
Es folgten dann eine Menge Ortschaften, Blens, Hausen, Abenden, Brück. Langsam klarte der Himmel auch wieder auf und es wurde wärmer, der Himmel blau.

Während des Abschnittes von Abenden bis hinter Brück konnte ich vier verschiedene für mich „exotische“Rinderarten beim Grasen bewundern. Da waren vielleicht paar Hörner bei.

Die Rur führte uns durch Kreuzau weiter Richtung Düren. Dort standen stolze 88Km auf dem Tacho. Der Rur Ufer Radweg spülte uns bei Hoven wieder in die Zivilisation. Von nun an ging es entlang der Straße bis hinter Arnoldsweiler. Zu guter Letzt entlang der Bahnlinie bis Buir.

In der Heimat wieder angekommen, standen 101Km sowie 600hm auf der Uhr. Aber auch ca 1200 negative Höhenmeter.

Nun schnell das Bike schrubben, duschen und per PKW wieder hoch zum Startpunkt der Tour. Dort wollte ja noch ein Auto abgeholt werden.

Die Tour war sehr abwechslungsreich, nicht nur landschaftlich. Das Wetter bot uns heute seine zahlreichen Facetten. Auch das machte die Tour sehr interessant.

Nun ist in mir die Lust geweckt, eine Mehrtagestour in Angriff zu nehmen. Dann muss vorher aber noch ein anderer Sattel für Rantanplan her.

Happy Trails

Benny – 4 Seasons MTB

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Ein Kommentar zu “Tour de Roer (Rur)

  1. Stefan sagt:

    Sehr schöne Tour. Macht echt Lust die auch mal zu fahren.
    2-Tages-Tour? Dann lass uns die Planung mal im Forum voran treiben: http://mtb-cologne.forumprofi.de/zusammen-biken-f5/2-tages-tour-planung–t37.html

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