Keine Gnade für die Wade

Gestern war es mal wieder so weit. Ein weiterer Punkt auf meiner „To-Do“-Liste sollte abgearbeitet werden. Ich habe schon seit ca einem halben Jahr eine vielversprechende Tour auf meinem Rechner liegen, die mich über die Trails rund um Kürten führen soll. Die Tour war folgend beschrieben: Strassen und Wege nach oben, Trails nach unten, eine Café-Rast „In der Delling“, mittlere Schwierigkeit und gute Laune. Da war ich doch gespannt was dort auf mich wartet.

Meine Tour startete ich am Reitstall Hauserhof. Da Kathy heute den Tag bei Goli verbrachte, nahm ich mir meinen Esel Bert mit nach Dürscheid. Vom Reitstall waren es ca 2km bis ich auf der Tour war. Also ging es los. Im Bergischen üblich erstmal schön bergauf. So machte ich dann auf den ersten 4km mal eben 120hm. Das fängt ja gut an dachte ich mir. Aber der anschließende Trail enschädigte jede Kurbelumdrehung. Wie versprochen ging es von einem normalen breiten Weg, direkt auf einen schmalen Trail in den Wald. Es ging über Wurzeln und immer wieder links und rechts an Bäumen vorbei bis der Trail in einer kleinen Steilabfahrt auf einer Straße endete. Da hat schon mal Spaß gemacht. Also ging es weiter, immer dem schwarzen Strich auf meinem Garmin folgend.

Wie ich schon vorher am Rechner gesehen habe, hat die Tour fünf oder sechs schleifen und ein paar Wege fährt man doppelt. Vor jeder Schleife habe ich dann gesehen, wo der Trail endet. Aber ich musste ja erstmal wieder einen Anstieg hinauf um zum Anfang der Abfahrt zu kommen. Aber ich kann euch sagen, auf dieser Tour folgt nach jedem steilen anstrengenden Anstieg eine wunderbare Abfahrt. Mal schön flowig zum laufen lassen, andermal recht technisch, wo man doch einiges an Balance und Fahrtechnik benötigt. Auf anderen Trails gibt es ein paar kurze Steilstücke über Wurzeln oder ähnlichem, wo man doch mal weit hinter den Sattel gehen muss. Oder man brettert volles Rohr über eine breite Wiese mit tretlagerhohem Gras rechts und links vom Trail. Eine kleine Treppenfahrt durfte auch nicht fehlen. Es gibt also von allem etwas. Eine so breit gefecherte Tour mit einer so großen Auswahl verschiedener Trails bin ich wirklich selten gefahren.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass diese Tour im Bergischen ist. Und das Bergische ist, wie der Name schon sagt: BERGISCH. Gefühlt ging diese Tour nur bergauf. Hinter jeder Abfahrt oder Kurve türmte sich der nächste Anstieg auf. Es ist lange her, dass ich auf einer Tour so oft das kleinste Kettenblatt genutzt habe. Aber wenn man sich umschaut ist es wirklich ein Erlebnis. Die Wälder sind wirklich schön und wie gemacht für Biken, Wandern oder Reiten. Von allen Waldbesuchern trifft man immer mal welche. Alle sehr freundlich. Nur Biker blieben mir verwehrt. Ich hatte zwar immer wieder frische Stollenabdrücke im Boden, bekam aber keinen Biker vor Gesicht.

IMAG0341Ungefähr bei der Hälfte der Tour machte ich eine kleine Kuchenpause im Gasthaus „In der Delling“. Leider hatte ich nur 5€ in der Tasche, womit ich mir eine kleine Apfelshorle und ein Stück Apfelkuchen gönnte. Der Kuchen schmeckte hervorragend aber ich hätte auch liebend gern die Bergischen Waffeln oder die Reibekuchen probiert. Beides sah und roch sehr appetitlich. Das nächste mal.

Immer wieder fährt man auch durch kleine Dörfer. Teilweise nur mit zwei oder drei Häusern. Dort sitzen dann oft ältere Frauen vor der Haustür und stricken. Meist sitzt auch ein Hund dabei. Und fast immer sind diese Hunde auch sehr nett und bleiben beim Frauchen liegen oder begrüßen dich als Fahrradfahrer nett. Aber einer scheint nicht so auf auswärtige Gäste zu stehen. Ich fuhr also an dieser älteren Frau vorbei grüßte nett und als ich vorbei war stürmte plötzlich ihr Hund bellend und knurrend auf mich zu und jagte mich doch tatsächlich ein paar Meter. Und dieses mal war es nicht der Anstieg der meinen Puls in die Höhe schnellen lies. Aber zum Glück ist bis auf das bellen und knurren nichts weiter passiert.

IMAG0340Allerdings machten sich auch die mittlerweile 1000hm bei mir bemerkbar. Den vorletzten Anstieg musste ich leider auf Grund eines Oberschenkel Krampfes abbrechen. Aber eine kurze Pause und mit lockerem Schieben brachte ich den Anstieg hinter mich und lockerte meinen Muskel, damit ich den Rest der Tour auch noch hinter mich bringen konnte.

Ich muss sagen, es war eine wunderschöne Tour. Mega anstrengend aber wirklich super. Die Beschreibung wurde voll und ganz eingehalten. Ich kann diese Tour wirklich jedem ans Herz legen, sie bietet alles was das Bikerherz sich wünscht. Aus dem Grund werde ich die Tour auch in unserem Forum hochladen und bereitstellen. Und die Tour wird auf jeden Fall erneut gefahren.

…schöner Trail in Kürten…

…läuft…

…up & down … up & down…

2 Kommentare zu “Keine Gnade für die Wade

  1. Andreas Imheuser sagt:

    Hy, hört sich sehr gut an und kann mir gut vorstellen das du einen super schönen Tag hattest, wenn die Tour noch mal anstehen sollte bitte eintragen, währe stark interessiert
    Gruß Andreas (Immi)

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