Ein Ritt auf der wilden Sau an Vatertag

IMAG0386Der diesjährige Vatertag stand bei mir unter dem Motto „Biken statt Bollerwagen“. Diesem Aufruf ist leider nur Sebastian aus dem MTB-Cologne Forum gefolgt. Er nutzte den Ausflug nach Stromberg um noch ein bisschen Praxis für seinen Aostatal Urlaub zu sammeln und seinen Kumpel Björn aus Wiesbaden wiederzusehen. So trafen wir uns um 11 Uhr am Parkplatz P1, der ungefähr am Startpunkt des WildHog Trail liegt. Der Plan am P1 zu parken sollte sich noch als eher ungünstig erweisen, aber dazu später mehr.

Auf dem Parkplatz angekommen machten wir uns auch direkt fertig und auf dem Weg zum Einstieg des WildHog Trails. Dort warteten schon einige Biker. Die meisten voll ausgestattet mit Full-Face Helm und dicken Downhillern oder Freeridern. Unsere erste Station war dann aber noch der Übungsparcour. Dort gab es alles was auch auf den blauen und roten Lines zu finden ist: einen Pumptrack, kleine Drops, Steilabfahrt oder Baumstämme für Balanceübungen.

Jetzt waren wir aber heiß auf den WildHog Trail. Zurück zum Startpunkt ging es über einen Teil der 10km Rundfahrt. Dies sind auch super Trails nur haben wir es gestern nicht geschafft die komplette Runde zu fahren. Vielleicht beim nächsten mal.
Oben angekommen bekamen wir noch ein paar Infos von Sebastian. Auf dem WildHog gibt es verschiedene Lines die mit ihrer Schwierigkeit farblich gekennzeichnet sind: Blau=leicht , Rot=anspruchsvoll , schwarz=Totenkopf. Also beschränkten wir uns auf die blaue oder rote Line.

IMAG0388Sattel runter und schon ging die wilde Fahrt los. Mit Geschwindigkeit in die Anlieger, rechts links rechts links. Zwischendurch türmen sich dann bedrohlich die einzelnen Sprünge auf. Da man alle umfahren kann, ging es am Anfang immer schön vorbei. Die meisten Sprünge der blauen und roten Line sind aber so gebaut, dass man zu Not auch gefahrlos drüber rollen kann. Ganz anderes auf der Totenkopfline. Dort sind die Sprünge mal 50cm bis 100cm hoch (geschätzt).

Der HogTrail ist in vier Abschnitte unterteilt. Immer wenn ein Wanderweg den Trail kreuzt ist dieser so gebaut, dass man Geschwindigkeit herausnehmen muss und so weder Wanderer noch Biker gefärdet werden. Die ersten drei Abschnitte sind an sich gleich. Viele Anlieger, Sprünge und kleine Wurzelpassagen. Der letzte Abschnitt ist auch nur noch Rot und Schwarz gekennzeichnet. Dort fährt man erst über einen langen Wurzelteppich, der dann in ein langes Steinfeld übergeht. Auch wieder mit diversen Sprüngen und zwischendrin auch eine Steilwand.
Unten vom Trail ausgespuckt fühlt man sich auch so. Gerade nach dem letzten Abschnitt mit den Wurzeln und Steinen brennen die Arme und Hände. Kurzes durchschnaufen und dann geht es wieder bergauf, ca.150hm warten nun auf einem bis man wieder am Einstieg ist. Unten befindet sich auch der Parkplatz P3. Die Idee mit P1 war zwar schön, dass man direkt oben am Start ist, aber nach der 5ten Abfahrt ist es doch besser nicht mehr hochstrampeln zu müssen sondern einfach ins Auto zu steigen und nach Hause fahren zu können. Dementsprechend war auch der P3 gut gefüllt und auf dem P1 standen nur wir.

IMAG0385Oben angekommen gibt es aber eine Bank mit Tisch zum Kräfte sammeln aber auch eine Infotafel an der Werkzeug und eine Standpumpe befestigt sind. Dies ist eine schöne Idee.
Jetzt sollte es aber noch einige male bergab gehen. Nach jeder Abfahrt wurde die Geschwindigkeit höher, ich fühlte mich sicherer auf den Wurzeln und Steinen und was mich am meisten überrascht hatte war, ich bin wirklich bei den Sprüngen abgehoben. Bei jedem Sprung habe ich mich immer weiter rangetraut und hatte nachher doch den Dreh raus wie man gut abspringt oder dropt. Es geht bestimmt besser und ist definitiv noch verbesserungswürdig aber ich wurde in der Luft immer sicherer. Und dieses Gefühl macht süchtig.

Der Besuch des Flowtrail Stromberg hat mir also nicht nur richtig Spaß gemacht (das Grinsen auf den Backen beim Bericht schreiben und Video schneiden beweist dies), sondern vor allem habe ich mehr Sicherheit auf dem Bike gewonnen, was mir auf den heimischen Trails bestimmt hilfreich sein wird. Ich freue mich schon auf den 19.06. dann werde ich nämlich wieder die wilde Sau bändigen.
Wer jetzt auch Lust bekommen hat einmal mitzukommen, die Planungen für den 19.06. zwecks Fahrgemeinschaften etc, laufen bereits in unserem Forum.

4 Kommentare zu “Ein Ritt auf der wilden Sau an Vatertag

  1. Andreas Imheuser sagt:

    Mal wieder super geschrieben, habe sofort Lust bekommen beim nächsten mal dabei zu sein, aber der 19.06 ist ja mal wieder einer deiner freien Tage ( Mitwoch ) gehe leider die ganze Woche arbeiten und habe nur am Wochenende zeit, denke aber mal das ich gerne an einem Wochenende mitkommen werde
    Lg Andreas

  2. mtbtuner sagt:

    Der Artikel hat mir gefallen, meine Tour nach Stromberg für dieses Jahr ist schon geplant.

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